Doping

Epo, Hämoglobinwert, Schutzsperre, CERA, WADA, Blutwerte, Dopingkontrolle
  • Supertalent oder großer Schwindel? Die erstaunliche Leistung der Südafrikanerin Caster Semenya, die das Finale der Leichtathletik-WM über 800 Meter überlegen für sich entschied, gibt Anlass zu Spekulationen, Semenya sei möglicherweise ein Mann.

  • Jetzt hat es also doch den Ersten erwischt. Der Spanier Mikel Astarloza wurde im Vorfeld der Tour de France 2009 positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet. Daraufhin wurde er vom Radsport-Weltverband UCI mit sofortiger Wirkung gesperrt.

  • Dümmer geht es immer. Radprofi Danilo di Luca, branchenintern auch unter dem Spitznamen Killer geführt, wurde beim diesjährigen Giro d´Italia zweimal positiv auf das EPO-Präparat CERA getestet. Als Wiederholungstäter droht di Luca damit eine lebenslange Sperre.

  • Yuri van Gelder, seines Zeichens ehemaliger Welt- und Europameister im Turnen, reiht sich in die lange Liste der koksenden Sportler ein. Der 26-jährige ist am 9. Juli bei den niederländischen Turn-Meisterschaften bei einer Wettkampf-Kontrolle erwischt worden.

  • Pierre Bordry, Chef der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD, hat erste Kritik an den Doping-Kontrollen bei der Tour de France geübt. Der verantwortliche Radsportweltverband UCI darf dies als Affront bezüglich der Ernsthaftigkeit ihrer Bemühungen verstanden wissen.

  • Während seine Kollegen von Liquigas die Tour de France bestreiten, entspannt Ivan Basso mit der Familie im heimischen Swimmingpool und zählt die Tage bis zur Tour 2010. Ex-Rabobank-Profi Michael Boogerd Derweil sieht sich derweil mit weiteren Dopingvorwürfen konfrontiert.

  • Die fünffache Olympiasiegerin Claudia Pechstein ist wegen Blutdopings für zwei Jahre gesperrt worden. Die internationale Eisschnelllauf-Union ISU begründete ihre Entscheidung mit auffälligen Blutwerten Pechsteins bei den Weltmeisterschaften Anfang Februar im norwegischen Hamar.

  • Tom Boonen hat seinen Start bei der Tour de France gerichtlich erzwungen. Das Sportgericht des französischen Olympia-Komitees gab einer Klage des belgischen Quickstep-Sprinters gegen die ASO statt. Boonen war wegen Kokainmissbrauchs von der Tourdirektion ausgeladen worden.

  • Der Dopingfall Thomas Dekker bringt seinen Teamchef Marc Sergant in die schwierige Situation, der Öffentlichkeit erklären zu müssen, warum er einen Profi verpflichtet hat, der zuvor wegen Dopingverdachts bei der Konkurrenz hat gehen müssen. Deshalb lässt er es auch.

  • Der Nächste, bitte: Dem niederländischen Radprofi Thomas Dekker wurde bei einer Nachuntersuchung einer Dopingprobe aus dem Jahr 2007 Doping mit EPO nachgewiesen. Die erneute Kontrolle war aufgrund auffälliger Blutwerte von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA beantragt worden.

  • Die ehemaligen Radprofis Jörg Jacksche und Bernhard Kohl mischen im Vorfeld der Tour de France die Branche auf. Im Stile von Walldorf und Stadler, den beiden Alten aus der Muppetshow, ledern Bella und Bernie ihre ehemaligen Teamkameraden und Vorgesetzte ab.

  • Glaubwürdiges Pauschalurteil: Jörg Jacksche hält den kommenden Toursieger für gedopt. Im Interview mit dem Tagesspiegel begründet der ehemalige Radprofi seine Skepsis mit dem Verweis auf das „Gesetz der Serie“: Doping bringe einfach zu viel er habe es selbst erlebt.

  • Natürlich steht die Tour de France 2009 vor allem im Zeichen des Comebacks von Lance Armstrong. Doch anders als bei seinen bislang sieben Siegen geht Armstrong in diesem Jahr nicht als Top-Favorit an den Start. Der härteste Widersacher kommt dabei aus seinem eigenen Team.

  • Tyler Hamilton, ehemaliger Helfer von Lance Armstrong, war eigentlich guter Dinge, bei der Tour de France 2009 an den Start gehen zu können. Nach abgesessener Dopingsperre hatte der russische Rennstall Kathusha („Rakete“) Hamilton unter seine Fittiche genommen.

  • Riccardo Ricco erfreute unvoreingenommene Beobachter der Tour vor allem durch seinen Hang zur größenwahnsinnigen Selbsteinschätzung.

  • Stefan Schumacher war einer der Hoffnungsträger für das Team Gerolsteiner, das während der Tour de France 2008 händeringend nach Sponsoren suchte. Der Nürtinger gewann beide Zeitfahren der Tour und fuhr zwischenzeitlich sogar im Gelben Trikot.

  • 2008 erwischte Bernhard Kohl sein bestes Jahr bei der Tour de France. Als Dritter im Gesamtklassement und Gewinner des Bergtrikots ließ er sich in Paris feiern und wusste da wohl schon, dass es eng für ihn würde.

  • Das Entsetzen war groß, als der belgische Sprintstar zum dritten Mal positiv auf Kokain getestet wurde. Boonen gab sich reumütig und bekannte, ein massives Suchtproblem zu haben.

  • Sportkamerad Birillo gab nach verbüßter Sperre sein Rundfahrt-Debut beim Giro d´Italia. Und durfte sogleich feststellen, dass die Luft nach oben noch nicht ganz wieder vorhanden ist.

  • Der frisch gebackene Sieger der Dauphiné Libéré hat ein Problem: Die Strecke der Tour de France führt in diesem Jahr durch Italien. Und in Italien kann Valverde sich derzeit nicht blicken lassen, weil er dort nach einem DNA-Abgleich einer Dopingprobe mit Blutproben aus dem Fuentes-Labor für Rennen gesperrt ist.

  • Wie in jedem Jahr werden auch bei der Tour de France 2009 einige Favoriten fehlen. Einige Fahrer sind noch oder wieder gesperrt, andere haben gute Gründe, in diesem Jahr auf die große Schleife zu verzichten. Für die meisten gilt: Nach der Tour ist vor der Tour.

  • Blöd für Dressurreiterin Isabell Werth. Bei einer Dopingkontrolle im Vorfeld des CHIO in Aachen ist ihr Wallach Whisper in der positiv auf die Substanz Fluphenazine getestet worden. Damit droht der fünffachen Olympiasiegerin Werth eine zweijährige Dopingsperre. Dem Pferd natürlich auch.

  • Definition des Begriffes nach der WADA
    (World Anti Doping Agency)

    Doping wird definiert als das Vorliegen eines oder mehrerer Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen.

  • I. Jederzeit verbotene Wirkstoffe und Methoden in und ausserhalb von Wettkämpfen

    • S1. Anabolika
    • S2. Hormone und verwandte Wirkstoffe
    • S3. Beta-2-Agonisten
    • S4. Hormonantagonisten und -modulatoren
  • Floyd Landis galt als einer der Top-Favoriten auf den Gewinn der Tour de France 2006. Bis zur 16. Etappe lief auch alles wie geschmiert, dann brach Landis vollkommen ein und verlor nicht nur über 10 Minuten, sondern auch sein gelbes Trikot.

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