Tour de France

  • Jetzt hat es also doch den Ersten erwischt. Der Spanier Mikel Astarloza wurde im Vorfeld der Tour de France 2009 positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet. Daraufhin wurde er vom Radsport-Weltverband UCI mit sofortiger Wirkung gesperrt.

  • Vor dem zweiten Ruhetag ist kurzzeitig Leben in die vor sich hin plätschernde Tour de France gekommen. Auf der Etappe nach Verbier eroberte Astana-Profi Alberto Contador das gelbe Trikot und nahm seinem teaminternen Rivalen Lance Armstrong eineinhalb Minuten ab.

  • Pierre Bordry, Chef der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD, hat erste Kritik an den Doping-Kontrollen bei der Tour de France geübt. Der verantwortliche Radsportweltverband UCI darf dies als Affront bezüglich der Ernsthaftigkeit ihrer Bemühungen verstanden wissen.

  • Während seine Kollegen von Liquigas die Tour de France bestreiten, entspannt Ivan Basso mit der Familie im heimischen Swimmingpool und zählt die Tage bis zur Tour 2010. Ex-Rabobank-Profi Michael Boogerd Derweil sieht sich derweil mit weiteren Dopingvorwürfen konfrontiert.

  • Tom Boonen hat seinen Start bei der Tour de France gerichtlich erzwungen. Das Sportgericht des französischen Olympia-Komitees gab einer Klage des belgischen Quickstep-Sprinters gegen die ASO statt. Boonen war wegen Kokainmissbrauchs von der Tourdirektion ausgeladen worden.

  • Der Nächste, bitte: Dem niederländischen Radprofi Thomas Dekker wurde bei einer Nachuntersuchung einer Dopingprobe aus dem Jahr 2007 Doping mit EPO nachgewiesen. Die erneute Kontrolle war aufgrund auffälliger Blutwerte von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA beantragt worden.

  • Die ehemaligen Radprofis Jörg Jacksche und Bernhard Kohl mischen im Vorfeld der Tour de France die Branche auf. Im Stile von Walldorf und Stadler, den beiden Alten aus der Muppetshow, ledern Bella und Bernie ihre ehemaligen Teamkameraden und Vorgesetzte ab.

  • Glaubwürdiges Pauschalurteil: Jörg Jacksche hält den kommenden Toursieger für gedopt. Im Interview mit dem Tagesspiegel begründet der ehemalige Radprofi seine Skepsis mit dem Verweis auf das „Gesetz der Serie“: Doping bringe einfach zu viel er habe es selbst erlebt.

  • Natürlich steht die Tour de France 2009 vor allem im Zeichen des Comebacks von Lance Armstrong. Doch anders als bei seinen bislang sieben Siegen geht Armstrong in diesem Jahr nicht als Top-Favorit an den Start. Der härteste Widersacher kommt dabei aus seinem eigenen Team.

  • Tyler Hamilton, ehemaliger Helfer von Lance Armstrong, war eigentlich guter Dinge, bei der Tour de France 2009 an den Start gehen zu können. Nach abgesessener Dopingsperre hatte der russische Rennstall Kathusha („Rakete“) Hamilton unter seine Fittiche genommen.

  • Riccardo Ricco erfreute unvoreingenommene Beobachter der Tour vor allem durch seinen Hang zur größenwahnsinnigen Selbsteinschätzung.

  • Stefan Schumacher war einer der Hoffnungsträger für das Team Gerolsteiner, das während der Tour de France 2008 händeringend nach Sponsoren suchte. Der Nürtinger gewann beide Zeitfahren der Tour und fuhr zwischenzeitlich sogar im Gelben Trikot.

  • 2008 erwischte Bernhard Kohl sein bestes Jahr bei der Tour de France. Als Dritter im Gesamtklassement und Gewinner des Bergtrikots ließ er sich in Paris feiern und wusste da wohl schon, dass es eng für ihn würde.

  • Wie in jedem Jahr werden auch bei der Tour de France 2009 einige Favoriten fehlen. Einige Fahrer sind noch oder wieder gesperrt, andere haben gute Gründe, in diesem Jahr auf die große Schleife zu verzichten. Für die meisten gilt: Nach der Tour ist vor der Tour.

  • Floyd Landis galt als einer der Top-Favoriten auf den Gewinn der Tour de France 2006. Bis zur 16. Etappe lief auch alles wie geschmiert, dann brach Landis vollkommen ein und verlor nicht nur über 10 Minuten, sondern auch sein gelbes Trikot.

  • Auf der Liste der gedopten Radsportler stehen neben den kleinen Wasserträgern auch prominente Namen wie Lance Armstrong oder Jan Ullrich. Was alle verbindet ist das Abstreiten jeglicher Vorwürfe. Trotz positiver Dopingproben wird geleugnet, was das Zeug hält.

  • Andreas Klöden und Teile der deutschen Presse liefern sich einen bizarr anmutenden sprachlichen Stellungskrieg. Der Astana-Profi ignoriert bei der Tour de Suisse Anfragen deutscher Journalisten. Im Gegenzug verhelfen diese ihm zu einer längeren Schreibweise seines Namens.

  • Eine elegante Methode, wie man als Radprofi sein Gehalt aufbessern kann, demonstrierte Astana-Profi Alberto Contador bei der Dauphiné Libéré. Dass er seinem Landsmann Valverde zum Sieg verhalf, war jedenfalls nicht der Tatsache geschuldet, dass sie beim gleichen Arzt waren.

  • Blut-Doper Alexandre Winokurow bleibt nach nach einem Beschluss des internationalen Sport-Schiedsgerichtes CAS bis zum 24. Juli 2009 für internationale Rennen gesperrt. Über die Dauer der Doping-Sperre hatten zuletzt UCI und der kasachische Radsportverband gerungen.

  • Zum Schluss noch eine kleine Sammlung der besten Stürze bei der Tour de France in den letzten Jahren.

  • Damals, als der Radsport noch unschuldig und Jan Ullrich der Held der Massen war, stockte Millionen Zuschauern der Atem. Auf einer Pyrenäen-Etappe 2001 bekam der Tour-Sieger von 1997 die Kurve einfach nicht...

  • Der Start von Lance Armstrong bei der diesjährigen Tour de France scheint gesichert. Nachdem seinem Rennstall Astana der Lizenzentzug drohte, hat nun offenbar die kasachische Regierung Garantien für den Saisonbetrieb des finanziell angeschlagenen Teams übernommen.

  • Wenn der Drahtesel bockig ist, verheißt das für seinen Benutzer oftmals nichts Gutes. Die Folge ist meist die nähere Bekanntschaft mit dem harten Asphalt. Ob Radprofi oder Amateur, niemand sollte sich im eigenen Sattel zu sicher fühlen.

  • Es ist wieder so weit. Die Tour de France nimmt einen erneuten Anlauf, Doping und die drängenden Fragen des Radsports für rund drei Wochen vergessen zu lassen.

  • Skandal! Radprofi Lance Armstrong bricht sich das Schlüsselbein und der ARD ist es nicht einmal einen Brennpunkt wert.

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