Das Logbuch der Macher

10. Juli 2009

Es freut uns sehr, dass Herr Dr. Feelgood auf unsere Seiten aufmerksam geworden ist. Er möchte sich "unterstützend im Bereich Doping", wie er sagte, einbringen. Wir sind gespannt.

Zitat Dr. Feelgood: "Mein Anliegen ist es, sportkomplott.de dahingehend zu begleiten, dass ich mich einbringe, wenn diverse Mittelchen, wenn entdeckt auch Doping genannt, aufgrund ihrer Anwendung zu sehr negativiert werden. ... Doping unsachgemäß angewendet, führt zu ungewünschten Nebenwirkungen und negativen geschäftsschädigenden Schlagzeilen."

Anmerkung: sportkomplott.de ist natürlich nicht immer eins mit den Äußerungen von Dr. Feelgood. Wir können Dr. Feelgoods "geschäftsbedingte" Anmerkungen nachvollziehen, sind aber nicht zwangsläufig gleicher Meinung.

Gern dürft ihr Dr. Feelgood Eure Meinung schreiben, besser wir erwarten es von Euch, wenn er zu sehr geschäftsorientiert schreibt.

Wir freuen uns auf Eure Kommentare.

Eurer sportkomplott.de-Team

In eigener Sache
2. Juli 2009

Der Dopingfall Thomas Dekker bringt seinen Teamchef Marc Sergant in die schwierige Situation, der Öffentlichkeit erklären zu müssen, warum er einen Profi verpflichtet hat, der zuvor wegen Dopingverdachts bei der Konkurrenz hat gehen müssen. Deshalb lässt er es auch.

Er sei "entsetzt", gibt Silence-Lotto-Teamchef Marc Sergant nun zu Protokoll. Entsetzen kommt zunächst immer gut an und hilft auch im Radsport von Einzelfall zu Einzelfall weiter. Zum Einzelfall Dekker fällt Sergant aber immerhin noch ein, dass die fragliche Dopingprobe aus seiner Zeit bei Rabobank stammt. Das muss er sagen, auch wenn es genau so blöd ist, wie es sich liest.

Ein Jahr zuvor hat der niederländische Rennstall Rabobank Dekker aus dem Tourkader geworfen und kurz darauf entlassen. Dekkers Blutwerte waren so auffällig, dass er gleich mehrfach vom Radsport-Weltverband UCI verwarnt wurde. Dass der Niederländer zudem, wie auch einige seiner damaligen Teamkollegen, in Verbindung mit der Wiener Blutbank Humanplasma gebracht wurde, war auch 2008 kein besonders streng gehütetes Geheimnis.

Warum Monsieur Sergant sich diese Leiche aus dem Keller des Nachbarn hat andrehen lassen, wird wohl sein Geheimnis bleiben.

Gemischtwaren
30. Juni 2009

Die ehemaligen Radprofis Jörg Jacksche und Bernhard Kohl mischen im Vorfeld der Tour de France die Branche auf. Im Stile von Walldorf und Stadler, den beiden Alten aus der Muppetshow, ledern Bella und Bernie ihre ehemaligen Teamkameraden und Vorgesetzte ab.

Jaksche, der unter dem Deckname Bella bei seinem Arzt und Dealer Fuentes geführt wurde, nimmt nach seinem unfeiwilligen Ausstieg aus dem Blutkreislauf Radsport kein Blatt mehr vor den Mund.

Diejenigen, die ihm nach seinen Aussagen über systematisches Doping im Peloton trotz aller öffentlichen Beteuerungen den Weg zurück in den Sport verweigerten, kann der Arztsohn dabei äußerst pointiert und mit trockenem Humor auf den Boden der Tatsachen zurück holen. Nachzulesen unter anderem in einem Interwiew, das er dem Berliner Tagesspiegel gegeben hat.

Diese sprachliche Geschliffenheit erreicht Ex-Gerolsteiner-Profi Bernhard Kohl zwar nicht, aber die Beiläufigkeit, mit der er im Interview mit der NZZ seine durch Doping herbeigeführten Leistungssteigerungen analysiert, machen allemal Geschmack auf mehr.

Dringender Appell an ARD und ZDF: Bella und Bernie bitte unbedingt zur Tourberichterstattung einladen.

Gemischtwaren
25. Juni 2009

Als hätte sie momentan keine anderen Sorgen, muss sich die Commerzbank auch noch mit einem Triathlon-Team herumschlagen, dessen Sponsorenschaft sie von der Dredner Bank übernommen hat.

Damit hier nicht die nächste Imagekrise in Haus steht, haben sich die Erfolgsbanker aber tüchtig abgesichert, wie Uwe Hellmann, Marketing-Leiter der Commerzbank, kann die Bedenken im Interview mit SPIEGEl-ONLINE erklärt:

"(...) Wir sichern deshalb die Athleten und natürlich auch uns mit einem der strengsten Anti-Doping-Programme der Welt ab, bei dem den Athleten zehn bis zwölf Mal im Jahr unangemeldet im Training Blut- und Urinproben abgenommen werden."

Ja, ja. Diese ständigen Urinproben sind bei den Athleten gefürchtet. Und, huh, zehn bis zwölf Mal im Jahr. Wahnsinn.

Presseschau
25. Juni 2009

Wer kennt das nicht. Nur eine kurze Frage. Man ist nicht konzentriert oder eben zu sehr und dann passiert es.

Eine kurze Frage des Gegenüber...
Der Spruch ist raus...aber noch nicht verarbeitet vom Großhirn also vergessen.

Am nächsten Tag das Thema bei Kollegen, Freunden oder sogar in der Presse.
Mein Spruch: ..ähm äh ähm...Hinten ist die Hummel fett.
Aber wo ist das Problem?

Weil das meine Antwort auf die Frage war:
Sag mal kurz... wie findest du eigentlich die neue Freundin von Peter?

Danke nochmal Dirk für die kurze Frage. Ha-ha.

Das zeigt doch, dass nicht nur "Promis" ihr Gehirn kurz - aber nur ganz kurz- nicht beteiligen.
So Berti Vogts:
Hass gehört nicht ins Stadion. Die Leute sollen ihre Emotionen zu Hause in den Wohnzimmern mit ihren Frauen ausleben.

Gruss an alle Leser
Matthias

In eigener Sache
26. März 2009

Glück und Pech: zwei wichtige Faktoren im Sport. Diese zwei Videos zeigen, wie knapp manchmal der Unterschied zwischen Sieg und Niederlage sein kann.

Gemischtwaren
10. Februar 2009

Nachdem Michael Ballack mit seiner wegweisenden Kritik an Bundestrainer Löw schon einen großen Erfolg beim Publikum landen konnte, legt er sich in der zweiten Ausgabe von Michi will´s wissen mit der WADA an.

Der Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft hegt einen gewissen Widersporn gegen das im Januar eingeführte Meldesystem der WADA. Nach deren Regularien ist Ballack wie alle lizensierten Profisportler verpflichtet, für drei Monate im Voraus ein Zeitfenster von einer Stunde anzugeben, in dem er am jeweiligen Tag für einen Dopingtest zur Verfügung stehen könnte.

"Es gibt hier und da etwas Unverständnis. Der Zweck, der damit verfolgt wird, nämlich Doping zu bekämpfen, ist positiv. Aber es wird massiv ins Privatleben eingegriffen.", gab Ballack dem Sportinformationsdienst (sid) seine Befindlichkeit zum Thema bekannt.

Ob er sich der Gruppe belgischer Sportler anschließen werde, die sich unter dem bislang unbestätigten Kampfnamen Action Pot Belge in dieser Sache bereits formiert hat, blieb zunächst offen.

Wir dachten eigentlich, dass das Leben in der Premier League gar keinen Raum für ein Privatleben lassen würde. Möglicherweise sehen wir das aber auch zu kritisch.

Zur Lage der Nation
5. Februar 2009

Dieser Werbespot eines südkoreanischen Automobilherstellers lief während der Übertragung des diesjährigen Super Bowls.

Der kurzen Überraschung, dass im amerikanischen Fernsehen plötzlich Deutsch gesprochen, weicht schnell die Frage, warum der deutsche Manager wie ein Alt-Nazi klingt? Da gibt man sich so große Mühe, die Schatten der Vergangenheit loszuwerden, wählt eine Frau ins Kanzleramt, läßt die Italiener im eigenen Land Weltmeister werden und und greift nur noch zur Waffe, wenn einen die ganze Welt darum bittet.

Aber irgendwann wird es auch der Letzte merken: Wir sind jetzt die Guten!

Gemischtwaren
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