Radsport
Kein Brennpunkt für Lance

Skandal! Radprofi Lance Armstrong bricht sich das Schlüsselbein und der ARD ist es nicht einmal einen Brennpunkt wert.
Das Unglück ereignete sich am Ende der ersten Etappe der Castilla y Léon, einer Rundfahrt, die im Radsport vor allem zur Vorbereitung oder medikalen Aufbereitung der Frühjahrsklassiker genutzt wird: Der siebenmalige Toursieger Armstrong wurde in einen Massensturz verwickelt und brach sich dabei das Schlüsselbein.
Damit fällt der Amerikaner nicht nur für den Giro d´Italia höchstwahrscheinlich aus, auch sein vielbetrommeltes Comeback bei der Tour de France steht plötzlich in den Sternen.
Kein Brenpunkt für Lance
Ungeachtet der Frage, welche Mächte den früher so hochkonzentrierten Armstrong auf den spanischen Asphalt gezwungen haben, ist es doch bedauerlich, dass diese Topmeldung der ARD keinen Brennpunkt wert ist und dem Onlinedienst sport.ard.de lediglich eine knappe Agenturmeldung.
Dabei hatte letzterer in diesem Jahr eigentlich keine Gelegenheit ausgelassen, jede Befindlichkeit des, wir erinnern uns vage, in Sachen Doping höchst belasteten Armstrongs bei seinem Comeback mitzuschreiben. Der Verdacht drängte sich auf, hier sollte die Übertragung der Tour de France crossmedial vorbereitet werden.
Tour mit hoch erröteten Wangen verlassen
Das Comeback der ARD bei der Tour de France ist auf seltsame Weise mit dem Armstrongs verknüpft. Vor zwei Jahren hat der Sender, wir erinnern uns vage, die Übertragung mit höchst erröteten Wangen verlassen, dabei aber die Vertragssituation mit dem Veranstalter ASO nicht hinreichend berücksichtigt.
Dem Vernehmen zahlt die ARD gegenwärtig ohnehin für Ihre Übertragungsrechte an der Tour. Das macht natürlich mehr Spaß, wenn man das Material dann auch benutzt und darum herum auch eine Geschichte erzählen kann. Für´s Erste heißt es nun: Daumen drücken für Lance.

am 24. März 2009
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