Die Ergebnisse der Bundesliga-Hinrunde 2009/10

9. Spieltag

VfL Wolfsburg - Borussia Mönchengladbach 3:0

Allen Unkenrufen zum Trotz nimmt der VfL Wolfsburg allmählich Fahrt auf: Der Verzicht auf die Champions League hat dem Meister offensichtlich gut getan. Jedenfalls verbucht die Elf von Trainer Veh an diesem Spieltag einen glatten Erfolg über Mönchengladbach durch Tore von Dzeko (2) und G., der von den Wolfburger Fans vorsichtshalber nur noch Bleib gerufen wird. Der Borussia schwant, dass sie derzeit einfach nicht gewinnen kann.

VfB Stuttgart – FC Schalke 04 1:1

Schalke 04 ist auch an Felix Magaths einstiger Wirkungsstätte nicht zu schlagen. Die Knappen sind dem VfB Stuttgart läuferisch klar überlegen und können so spielerische Defizite wie auch den frühen Rückstand ausgleichen. Aufreger am Rande: Zur Halbzeit wird DFB-Sportdirektor Sammer des Stadions verwiesen, nachdem er gegen seiner Meinung nach viel zu früh ausgehändigte Trainerurkunde für Markus Babbel protestiert hatte.

Hamburger SV – Bayer Leverkusen 4:0

Das Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Club verläuft für HSV-Coach Labbadia ganz nach Wunsch. Angetrieben von David Jarolim, dem der Trainer unter der Woche knapp 100 Mal sein berühmtes Stehaufmännchen-Video vorgeführt hat, steigern sich die Hamburger phasenweise in einen wahren Spielrausch. Bei einer eigentlich harmlosen Frage nach den schwankenden Leistungen seiner Elf platzt Rudi Völler in der anschließenden Pressekonferenz der Kragen: „So einen Käse beantworte ich erst nach drei Weißbieren.“

Borussia Dortmund – VfL Bochum 2:1

Zur Halbzeit sieht es so aus, als könne der VfL das Revierderby für sich entscheiden, zumal die Borussia heute einigermaßen lethargisch wirkt. Trainer Klopp verschwindet zwischenzeitlich, verharrt aber während der gesamten Halbzeit regungslos auf der Trainerbank. Im zweiten Durchgang dreht der wie ausgewechselt auftretende BVB durch zwei Treffer von Markus Feulner.

Ein Kamerateam deckt auf, was die Dortmunder Profis in der Kabine vorfanden. Unter einem Foto von Jörn Andersen steht der Satz: „Ich geh nach Mainz, DER wird mein Nachfolger.“

Werder Bremen – 1899 Hoffenheim 5:2

Mit einem souveränen 5:2 über Hoffenheim erobert Bremen die Tabellenführung. Werder lässt den taktisch clever eingestellten Gästen nicht den Hauch einer Chance. Werder-Coach Schaaf über das Bremer Erfolgsrezept: „Abwehrverhalten üben wir gar nicht mehr. Dadurch haben wir wieder viel mehr Spaß im Training. Und wenn keiner Fehler machen kann, hat jeder größeres Selbstvertrauen. “

1.FC Köln – FSV Mainz 05 2:0

Die Kölner, interimsweise von Geißbock Hennes betreut, spielen nach dem Hickhack der letzten Wochen groß auf und kommen durch einen Doppelpack des wieder genesenen Kapitäns Podolski zum ersten Saisonsieg. In der RTL-Trainerfindungsshow „Einer muss es ja werden“ ist derweil der erste Kandidat ausgeschieden: Werner Lorant verpasst seine Fitness-Challenge, weil er nach einer Zigarettenpause den Weg ins Studio nicht mehr rechtzeitig findet.

Von Lorants Fauxpas profitiert vor allem Jürgen Klinsmann, der beim Taktikquiz eigentlich schon aussichtslos hinten lag. RTL vermeldet für den Kölner Raum höhere Einschaltquoten als für das zeitgleich übertragene Länderspiel gegen Finnland.

Eintracht Frankfurt – Hannover 96 3:3

Heribert Bruchhagen macht seine Drohung wahr und lässt vor der Partie alle Stadiontore verschließen, um Trainer Skibbe vor den eigenen Fans zu schützen. Die zweite Halbzeit beginnt mit 40-minütiger Verspätung, da der Eintracht-Boss dem bettelnden Anhang bei einer 3:0-Führung dann doch generös Einlass gewährt.

Nach dem Hattrick des Hannoveraners Forsell und dem anschließenden Pfeifkonzert, gibt Bruchhagen auf und entlässt sich selbst mit den Worten: „Du Blödmann hast hier gar nichts mehr zu sagen.“

SC Freiburg – Bayern München 2:0

Dem Aufsteiger aus dem Breisgau gelingt die Überraschung des Spieltages. Die immer stabiler auftretende Dutt-Elf ist über 90 Minuten die klar bessere Mannschaft. Beim Rekordmeister geht nach der Länderspielpause nicht viel zusammen. Besonders den deutschen Nationalspielern sind die Strapazen des kurzfristig nach Grosny verlegten Länderspiels gegen Russland (0:0) deutlich anzumerken.

1.FC Nürnberg – Hertha BSC 0:0


Hertha BSC gelingt auch beim Club kein Befreiungsschlag aus ihrer misslichen Lage. Hertha-Manager Preetz lässt nach einem Spiel ohne Höhepunkte zumindest intern durchblicken, auf das Angebot vom HSV vor der Saison für Favre wohl falsch reagiert zu haben. Der glücklose Angreifer Wichniarek dementiert ein Gerücht, wonach er mittlerweile sogar sein Gehalt aus eigener Tasche bezahle, auch eher halbherzig.

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