Die größten Sensationen im DFB-Pokal
Saison 1992/93: Hertha BSC Amateure
Noch nie hatte es eine Amateurmannschaft bis ins Finale des DFB-Pokals geschafft. Ausgerechnet einem Berliner Verein sollte diese Sensation gelingen. Im Endspiel am 12. Juni 1993 trafen die Amateure von Hertha BSC auf Bayer 04 Leverkusen.
Aufgrund eines etwas eigenartigen Spielmodus Anfang der 90iger Jahre hatten die „Hertha-Bubis“ in der ersten Runde ein Freilos. Der Gegner in Runde 2 war ebenfalls alles andere als übermächtig. Gegen die SKG Heidelberg gab es zu Hause ein souveränes 3:0. Nächster Gegner war der damalige Zweitligist VfB Leipzig. Mit 4:2 behielten die Berliner die Oberhand und bekamen es im Achtefinale mit Titelverteidiger Hannover 96 zu tun.
Während die Hertha-Profis ihr Spiel mit 0:1 in Leverkusen verloren, gewannen die Amateure sensationell mit 4:3. Im Viertelfinale besiegten die Herthaner anschließend den 1.FC Nürnberg mit 2:1. Dank etwas Losglück hieß der Gegner im Halbfinale Chemnitzer FC. Vor 56.514 Zuschauern im Berliner Olympiastadion gewann Hertha auch dieses Spiel mit 2:1.
Damit war die Überraschung perfekt - ein Amateur-Team stand im Finale des DFB-Pokals. Bis zur 77. Minute konnten alle Berliner vom ersten Berliner Pokalsieg in der Geschichte träumen. Doch dann schlug Ulf Kirsten zu und beendete den Traum des Underdogs.
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